Killerspiele und der Jugendschutz
Posted by: brauser on: 11. November 2008
Anlässlich der wohl nie enden wollenden Diskussion über Killerspiele im Zusammenhang mit dem Jugendschutz, hat Tears auf seinem Blog eine kleine Umfrage unter Bloggern gestartet.
Da ich gerade eh nichts Besseres zu tun habe, kann ich da ja auch schnell mal mitmachen, sind ja nur 6 Fragen… außerdem bin ich gespannt, was am Ende des Monats dabei heraus kommt.
- Bist du bereits volljährig?
Ja, seit ein paar Jahren.
- Spielt ihr selbst als Killerspiele bezeichnete Spiele? Welche?
Nein, ich spiele lediglich einige Minigames zum Zeitvertreib bei Langeweile und das Echtzeit-Mittelalter-Browsergame Recall-Revolutions. Bei diesem Spiel tötet man zwar auch feindliche Einheiten und dergleichen, aber das wird nicht visualisiert. Das Ergebnis einer Schlacht wird lediglich als Zahlenwert bekannt gegeben. Ich töte also, aber ich sehe es nicht. Insofern meiner Meinung nach keines dieser Killerspiele, die hier Grundlage der Diskussion sind.
- Würdet ihr Jugendlichen (z.B. euren Kindern) den Zugang zu diesen Spielen ermöglichen? Wenn ja, ab welchem Alter?
Ich denke, dass ich nicht begeistert wäre, wenn meine Kinder einmal so etwas spielen, da es für mich nicht ganz nachvollziehbar ist, warum man das so gerne macht. Allerdings würde ich es ihnen wohl nicht verbieten (das kann ich jetzt ruhig sagen, da ich noch nicht Vater bin). Abhängig von meiner Entscheidung wird aber auf jeden Fall die geistige Entwicklung und das soziale Umfeld meiner Kinder sein. Wenn dort alles stimmt, sehe ich auch keine Probleme im Umgang mit Killerspielen.
- Was haltet ihr vom Zensieren von Computerspielen für den dt. Markt?
Halte ich für wenig sinnvoll, da jeder, der sich ein wenig im Internet auskennt an die Killerspiele kommt und sie dann irgendwo im Ausland erhält. Dann lieber auf unsere Wirtschaft achten und der das Geld zuspielen.
- Haltet ihr den aktuellen Zustand des Jugendschutzes für ausreichend oder würdet ihr ein vollständiges Verbot von gewalthaltigen Spielen befürworten?
Ich denke, dass der Jugendschutz in Deutschland ausreichend ist. Manchmal gibt es zwar etwas seltsame Altersfreigaben, aber insgesamt gesehen, kann man damit glaube ich zufrieden sein.
Letztendlich sollten sich doch auch immer die Eltern in der Verantwortung sehen und dafür sorgen, dass ihre Kinder entsprechend verantwortungsbewusst mit Gewaltspielen oder Gewaltfilmen etc. umgehen, bzw. solche Dinge gar nicht erst in ihre Hände gelangen.
Außerdem denke ich, dass Menschen die auf Grund von Killerspielen Gewalttaten begehen, auch ohne diese Ego-Shooter dazu in der Lage wären und das Spiel am Ende vielleicht nur der letzte Auslöser ist.
Wer ein normales Sozialverhalten an den Tag legt, begeht auch keinen Amoklauf! Selbst wenn er in seiner Freizeit am PC Menschen und Aliens abschlachtet!
- Seht ihr sinnvolle Alternativen zum Verbot von Killerspielen? Welche wären das?
Wie schon gesagt: meiner Meinung nach liegt viel in der Verantwortung der Eltern. Die sollten ihre Kinder verantwortungsvoll erziehen und ihnen zu einer vernünftigen Sozialkompetenz verhelfen, dann muss man sich um ein Killerspiel-Verbot gar keine Gedanken mehr machen.
Darüber hinaus wäre es vielleicht auch sinnvoll über solche Spiele und die Erfahrung der Jugendlichen mit solchen Spielen vielleicht in der Schule zu reden und auch dort einen verantwortungsbewussten Umgang mit sog. Killerspielen zu vermitteln.
Ich hoffe mal, dass sich noch ein paar Teilnehmer finden.
Wer sich auch dazu äußern und seine Meinung zum Thema Killerspiele und Jugendschutz kundtun möchte, darf sich gerne in den Kommentaren verewigen…
1 | mumie99
11. November 2008 um 8:04
Danke für dein Kommentar zu meinem Artikel Killerspiele und der Jugendschutz. Ich halte deine Meinung für sehr objektiv und im Prinzip sehen alle Teilnehmer der Blogparade die Pflicht bei den Eltern und nicht beim Staat